Todesopfer bei Explosion in Chemiebetrieb (Update)

von Gernot RohrhoferZuletzt am Dienstag, 14. Juni 2022 geändert.
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Zu einem schweren Arbeitsunfall ist es am Donnerstagnachmittag im Industriegebiet von Krems gekommen. Bei einer Explosion in einem Chemiebetrieb ist ein Mann ums Leben gekommen, ein zweiter Arbeiter konnte von der Feuerwehr aus den Trümmern gerettet werden, wurde aber schwer verletzt. Zwei weitere Personen, darunter eine Feuerwehrfrau, wurden leicht verletzt. Unglücksursache dürfte ein unbemerkter Propangas-Austritt gewesen sein.

Feuerwehr Krems / Gernot RohrhoferFeuerwehr Krems / Gernot RohrhoferFeuerwehr Krems / Gernot RohrhoferFeuerwehr Krems / Gernot RohrhoferFeuerwehr Krems / Gernot RohrhoferFeuerwehr Krems / Gernot RohrhoferFeuerwehr Krems / Gernot Rohrhofer

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden kurz nach 13.30 Uhr alarmiert (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Die Explosion, die sich zuvor ereignet hatte, war in mehreren Teilen der Stadt zu hören, die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Beim Eintreffen am Einsatzort schlugen Flammen aus der Lagerhalle, die gerade umgebaut wird. Die betroffenen Arbeiter einer externen Firma, die auf derartige Demontagen spezialisiert ist, hatten den Auftrag, einen Tank zu entfernen. 

Die Freiwillige Feuerwehr Krems unterstütze die Betriebsfeuerwehr des Chemiebetriebes bei den Löscharbeiten. Diese mussten zum Teil unter Atemschutz durchgeführt werden, da nicht klar war, ob Chemikalien im Spiel waren. Mithilfe der Drehleiter konnte einer der beiden Arbeiter gerettet und aus der völlig zerstörten Halle gebracht und dem Notarztteam übergeben werden. Der Mann wurde mit dem Notarzthubschrauber weggebracht.

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Mehrere Gasflaschen wurden gekühlt und um die Einsatzkräfte zu schützen, wurden Wasserwerfer eingesetzt. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte vier Stunden bzw. hatten die schweren Schäden an umliegenden Hallen am Mittwochabend noch einen weiteren Einsatz zur Folge.

(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat(c) Matthias Fischer wwwfotomeisterat

Erste Erkenntnisse zur Unglücksursache wurden am Donnerstag bekannt. Laut einem Bericht der Landespolizeidirektion dürfte es während der Demontagearbeiten zu einem unbemerkten Propangas-Austritt aus einem der verwendeten Schweißbrenner gekommen sein.

Das austretende Gas dürfte sich in den Räumlichkeiten verteilt haben und anschließend durch nachglühende Teilchen oder einen Funken, erzeugt durch eine elektrische Installation, zur Explosion gebracht worden sein. Bei dem getöteten Arbeiter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 33-jährigen Mann aus Linz. Weitere Erhebungen waren im Laufen.


Eingesetzte Kräfte:

24 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Drehleiter
1 Hilfeleistungsfahrzeug
1 Kommandofahrzeug
2 Tanklöschfahrzeuge
1 Versorgungsfahrzeug

FW Hauptwache

BTF Metadynea Austria GmbH Krems

Brandursachenermittler
ÖAMTC NAH Christophorus
Polizei
Rotes Kreuz Krems