Schwieriger Einsatz bei Weingartenhüttenbrand

von Gernot RohrhoferZuletzt am Montag, 13. Dezember 2021 geändert.
Bislang 1273x gelesen.

Entlang des Güterweges Pitschental unterhalb der Donauwarte ist in der Nacht auf den 12.12.2021 eine Weingartenhütte niedergebrannt. Die Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen und den Notruf wählen. Wegen der ungenauen Ortsangaben und der winterlichen Fahrverhältnisse war es für die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr aber ein schwieriger Einsatz. 

Polizei KremsPolizei KremsPolizei KremsPolizei KremsPolizei KremsFeuerwache Egelsee / Manuel Krempl

Der Notruf der Bewohner ging kurz vor Mitternacht bei der Polizei ein. Diese leitete die Meldung an die Bezirksalarmzentrale weiter, woraufhin der Disponent die Feuerwachen Egelsee und Hauptwache alarmierte (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Weil weitere Notrufe eingingen, sich die Ortsangaben (Sentalstraße, Reisperbachtalstraße bzw. Nähe Donauwarte) aber deutlich voneinander unterschieden, gestaltete sich die Anfahrt äußerst schwierig, zumal viele Waldwege und Güterwege derzeit nur sehr vorsichtig bzw. nur mit Schneeketten befahren werden können. 

Als das Tanklöschfahrzeug aus Egelsee beim Einsatzort eingetroffen war, war das Dach der Weingartenhütte bereits eingestürzt. Hauptaufgabe war es deshalb, ein Ausbreiten der Flammen auf umliegende Bäume zu verhindern und eine Gasflasche, die in der Hütte gelagert war, zu kühlen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte aus Egelsee vom Tank 4 aus Krems und dem geländegängigen Last 6. Schließlich wurden letzte Glutnester auseinandergerissen, abgelöscht und mit der Wärmebildkamera kontrolliert.

Feuerwache Egelsee / Leopold RohrhoferFeuerwache Egelsee / Leopold RohrhoferFeuerwache Egelsee / Leopold RohrhoferFeuerwache Egelsee / Leopold RohrhoferFeuerwache Egelsee / Leopold Rohrhofer

Weil die Bewohner der Hütte, die zwischenzeitlich Richtung Egelsee gefahren waren, mit ihrem Auto im Schnee stecken geblieben sind, packte die Feuerwehr hier auch noch mit an und befreite das Pärchen aus seiner misslichen Lage. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Für die Besatzung des Tank 4 war es übrigens der zweite Einsatz hintereinander. In der Scheidtenbergerstraße blieben ein Sanitäter des Roten Kreuzes und eine pflegebedürftige Person in einem Lift stecken, nachdem sich ein Rollstuhl in der Aufzugstür verkantet hatte.


Eingesetzte Kräfte:

17 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Hilfeleistungsfahrzeug
1 Kleinlöschfahrzeug
1 Sonderfahrzeug
1 Tanklöschfahrzeug

FW Egelsee
FW Hauptwache