Hilfe bei Angstbewältigung nach Brandeinsatz

von Thomas WechtlZuletzt am Freitag, 14. Juni 2019 geändert.
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Nach einem Brand im März im eigenen Wohnhaus hatte ein junges Mädchen große Angst vor Rauch und Feuer. Vor allem macht ihr aber auch das Folgetonhorn der Einsatzkräfte zu schaffen. Da sie aber mit ihren Eltern an einer viel befahrenen Straße wohnt, hört sie täglich mehrere Einsatzfahrzeuge an der Wohnadresse vorbeieilen. Die Kameraden der Feuerwehr Krems erklärten sich bereit, der Familie und vor allem dem Mädchen zu helfen, die Angst vor Rauch, Feuer und voll ausgerüsteten Feuerwehrmännern/frauen zu nehmen. 

Nach Absprache mit dem Kommandanten, welcher sich bereit erklärt hatte, diese Führung selbst zu begleiten, kamen Mutter und Tochter in die Hauptwache, wo sie auch von Feuerwehrleuten mit vertrauten Gesichtern empfange wurde.

In der Bezirksalarmzentrale, in welcher erklärt wurde, wo die Anrufe einlangen und wie die Einsatzkräfte verständigt werden, lernte das Mädchen rasch zu erkennen, dass sie selbst es in der Hand hatte, Hilfe herbeizurufen. Die Frage nach dem Feuerwehrnotruf war rasch beantwortet. Leise, aber doch sicher beantwortete das Mädchen mit der richtigen Antwort: "122".

Beim Umkleiden der beiden Feuerwehrmitglieder sahen Mutter und Tochter interessiert über deren Schultern.

Kommandant Urschler erklärte den beiden, welche Vorteile so eine persönliche Schutzausrüstung bietet und wo deren Grenzen sind.

Leuchtende Augen  kamen beim Probesitzen in einem richtigen Feuerwehrauto zum Vorschein und ein Lächeln entkam der Kleinen, beim zusammenkuppeln der Schlauchleitung. Probehalber wurde natürlich auch ein fiktiver Brand gelöscht und erklärt, wie komplex das Vorgehen bei einem Feuer ist. Die spielerische Handhabung stand dabei im Vordergrund.

Auch die Nachsorge, wie Reparatur und Reinigung der Schläuche wurde in der Schlauchwaschanlage und dem Schlauchturm gezeigt.

Der Höhepunkt war allerdings ein reales Feuer, wo sich die Kameraden mit Atemschutzgeräten der Schnellangriffseinrichtung eines Tanklöschfahrzeugs bedienten und zur Brandbekämpfung vorrückten. Hier zeigte sich, dass die junge Dame noch etwas ängstlich vor dem Rauch und nicht direkt vor dem Feuer war, was jedoch rasch in ein Staunen umschwenkte, als die Kameraden den Brandherd rasch abgelöscht hatten. 

Letzte Ablöscharbeiten nahm das Mädchen in Begleitung vor und hatte nach kurzem Zögern sichtlich Freude dabei.

Wir wünschen dir, liebe Chiara, alles Gute und es war toll, dass du uns in der Feuerwehr besucht hast. Vielleicht winkst du uns einmal zu, wenn wir wieder jemanden zu Hilfe eilen. 

Deine Helfer von der Feuerwehr.